Verdienst Zeitarbeiter/in in der Metall + Elektro – Industrie

Wieviel kann ich als Zeitarbeiter/in in der Metall- und Elektroindustrie verdienen:

Verdienst Zeitarbeiter/in in der Metall + Elektro – Industrie – einschl. Branchentarifzuschlag gültig ab 01.04.2015

Siehe auch:

Branchenzuschlagstarif Zeitarbeit in der Metall- und Elektroindustrie.

Allgemeine Ausnahmeregelung laut Mindestlohngesetz

Während einer Übergangsfrist bis Ende 2016 kann über Tarifverträge, die für allgemeinverbindlich erklärt wurden, von den 8,50 Euro nach unten abgewichen werden. Ab 1.1.2017 müssen auch Branchen mit allgemeinverbindlichen Tarifverträgen mindestens 8,50 Euro zahlen.

Dies gilt für den Mindestlohn in der Zeitarbeit für das Tarifgebiet Ost (einschl. Berlin). Allerdings ist hier bereits ab 01.06.2016 ein Mindestlohn von 8,50 zu zahlen.

Die derzeitige Regelung (Stand 02/2015):

Entgelte Zeitarbeit – Übersicht Tarifgebiet West
bis 31.12.2013 ab 01.01.2014 ab 01.04.2015 ab 01.06.2016
Tariferhöhung 3,80% 3,50% 2,30%
Entgeltgruppe
E1 (Mindest-
lohn)
8,19 8,50 8,80 9,00
E2 8,74 9,07 9,39 9,61
E3 10,22 10,61 10,98 11,23
E4 10,81 11,22 11,61 11,88
E5 12,21 12,67 13,11 13,41
E6 13,73 14,25 14,75 15,09
E7 16,03 16,64 17,22 17,62
E8 17,24 17,90 18,53 18,96
E9 18,20 18,89 19,55 20,00

 

Entgelte Zeitarbeit – Übersicht Tarifgebiet Ost (einschließlich Berlin)
bis 31.12.2013 ab 01.01.2014 ab 01.04.2015 ab 01.06.2016
Tariferhöhung 4,80% 4,30% 3,70%
Entgeltgruppe
E1 (Mindest-
lohn)
7,50 7,86 8,20 8,50
E2 7,64 8,01 8,35 8,66
E3 8,93 9,36 9,76 10,12
E4 9,45 9,90 10,33 10,71
E5 10,68 11,19 11,67 12,10
E6 12,00 12,58 13,12 13,61
E7 14,01 14,68 15,31 15,88
E8 15,07 15,79 16,47 17,08
E9 15,91 16,67 17,39 18,03

.

Grundentgelte Tarifvertrag BAP/BZA – DGB-Gewerkschaften 2013 – 2016, Tarifgebiet Ost (einschließlich Berlin)

Tarifgebiet Ost, einschl. Berlin
bis 31.12.2013 (Ost)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen)
E1 7,50 7,61 7,73
E2 7,64 7,76 7,87
E3 8,93 9,07 9,20
E4 9,45 9,59 9,73
E5 10,68 10,84 11,00
E6 12,00 12,18 12,36
E7 14,01 14,22 14,43
E8 15,07 15,29 15,52
E9 15,91 16,15 16,39
ab 01.01.2014 (Ost)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen)
E1 7,86 7,98 8,10
E2 8,01 8,13 8,25
E3 9,36 9,50 9,64
E4 9,90 10,05 10,20
E5 11,19 11,36 11,53
E6 12,58 12,77 12,96
E7 14,68 14,90 15,12
E8 15,79 16,03 16,26
E9 16,67 16,92 17,17
ab 01.04.2015 (Ost)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen)
E1 8,20 8,32 8,45
E2 8,35 8,48 8,60
E3 9,76 9,91 10,05
E4 10,33 10,48 10,64
E5 11,67 11,85 12,02
E6 13,12 13,32 13,51
E7 15,31 15,54 15,77
E8 16,47 16,72 16,96
E9 17,39 17,65 17,91
ab 01.06.2016 (Ost)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kundenunternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kundenunternehmen)
E1 8,50 8,63 8,76
E2 8,66 8,79 8,92
E3 10,12 10,27 10,42
E4 10,71 10,87 11,03
E5 12,10 12,28 12,46
E6 13,61 13,81 14,02
E7 15,88 16,12 16,36
E8 17,08 17,34 17,59
E9 18,03 18,30 18,57

.

Grundentgelte BAP/BZA – DGB-Gewerkschaften 2013 – 2016, Tarifgebiet West

Tarifgebiet West
bis 31.12.2013 (West)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen)
E1 8,19 8,31 8,44
E2 8,74 8,88 9,01
E3 10,22 10,37 10,52
E4 10,81 10,97 11,13
E5 12,21 12,4 12,58
E6 13,73 13,93 14,14
E7 16,03 16,27 16,51
E8 17,24 17,5 17,76
E9 18,2 18,48 18,75
ab 01.01.2014 (West)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen)
E1 8,50 8,63 8,76
E2 9,07 9,21 9,34
E3 10,61 10,77 10,93
E4 11,22 11,39 11,56
E5 12,67 12,86 13,05
E6 14,25 14,46 14,68
E7 16,64 16,89 17,14
E8 17,90 18,17 18,44
E9 18,89 19,17 19,46
ab 01.04.2015 (West)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kunden-unternehmen)
E1 8,80 8,93 9,06
E2 9,39 9,53 9,67
E3 10,98 11,14 11,31
E4 11,61 11,78 11,96
E5 13,11 13,31 13,50
E6 14,75 14,97 15,19
E7 17,22 17,48 17,74
E8 18,53 18,81 19,09
E9 19,55 19,84 20,14
ab 01.06.2016 (West)
Entgeltgruppe Stundensatz 1,50% 3,00%
(> 9 Monate Beschäftigung in einem Kundenunternehmen) (> 12 Monate Beschäftigung in einem Kundenunternehmen)
E1 9,00 9,14 9,27
E2 9,61 9,75 9,90
E3 11,23 11,40 11,57
E4 11,88 12,06 12,24
E5 13,41 13,61 13,81
E6 15,09 15,32 15,54
E7 17,62 17,88 18,15
E8 18,96 19,24 19,53
E9 20,00 20,30 20,60

.

Entgelte Zeitarbeit – Übersicht 2014 – 2016, Tarifgebiet Ost (einschließlich Berlin)

Entgelte Zeitarbeit – Übersicht Tarifgebiet Ost (einschließlich Berlin)
bis 31.12.2013 ab 01.01.2014 ab 01.04.2015 ab 01.06.2016
Tariferhöhung 4,80% 4,30% 3,70%
Entgeltgruppe
E1 7,50 7,86 8,20 8,50
E2 7,64 8,01 8,35 8,66
E3 8,93 9,36 9,76 10,12
E4 9,45 9,90 10,33 10,71
E5 10,68 11,19 11,67 12,10
E6 12,00 12,58 13,12 13,61
E7 14,01 14,68 15,31 15,88
E8 15,07 15,79 16,47 17,08
E9 15,91 16,67 17,39 18,03

.

Entgelttarifvertrag Zeitarbeit – Übersicht 2014-2016, Tarifgebiet West

Entgelte Zeitarbeit – Übersicht Tarifgebiet West
bis 31.12.2013 ab 01.01.2014 ab 01.04.2015 ab 01.06.2016
Tariferhöhung 3,80% 3,50% 2,30%
Entgeltgruppe
E1 8,19 8,50 8,80 9,00
E2 8,74 9,07 9,39 9,61
E3 10,22 10,61 10,98 11,23
E4 10,81 11,22 11,61 11,88
E5 12,21 12,67 13,11 13,41
E6 13,73 14,25 14,75 15,09
E7 16,03 16,64 17,22 17,62
E8 17,24 17,90 18,53 18,96
E9 18,20 18,89 19,55 20,00

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Neue Grundentgelte in der Zeitarbeit ab 01.01.2014

Die Zeitarbeitsverbände BAP und IGZ haben mit den DGB-Gewerkschaften ein neues Verhandlungergenis hinsichtlich Tarifentlohnung in der Zeitarbeit abgeschlossen:

Die Entgelttarifverträge iGZ-DGB und BZA/DGB werden wie folgt geändert:
a) Die Entgelte West in Entgeltgruppe 1 betragen zum
ab 01.01.2014:   8,50 EUR
ab 01.04.2015:   8,80 EUR
ab 01.06.2016    9,00 EUR

b) Die Entgelte Ost in Entgeltgruppe 1 betragen zum
ab 01.01.2014   7,86 EUR
ab 01.04.2015   8,20 EUR
ab 01.06.2016   8,50 EUR

Die übrigen Entgeltgruppen werden wie folgt erhöht:
West
01.01.2014 3,80%
01.04.2015 3,50%
01.06.2016 2,30%
Ost
01.01.2014 4,80%
01.04.2015 4,30%
01.06.2016 3,70%
Die Parteien vereinbaren eine Laufzeit bis zum 31.12.2016.

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Sogenannte „Deckelungsregelung“ bei Branchenzuschlagsterifen in der Zeitarbeit

Kann ein Zeitarbeitnehmer durch die Branchenzuschläge mehr verdienen als ein Stammbeschäftigter des Kundenbetriebs?
Die Branchenzuschläge können zur Folge haben, dass Zeitarbeitnehmer mehr verdienen als vergleichbare Stammbeschäftigte im Kundenbetrieb. Eine Ausnahme hiervon besteht dann, wenn das Kundenunternehmen (Entleiher) gegenüber der Zeitarbeitsfirma die sogenannte „Deckelung“ geltend macht. Die Folge der Deckelung ist, dass das tarifliche Stundenentgelt des Zeitarbeitnehmers zuzüglich des Branchenzuschlags 90% des laufenden regelmäßig gezahlten Stundenentgelts eines vergleichbaren Arbeitnehmers des Kunden (Entleiher) nicht übersteigt.
Das heißt mit anderen Worten, die Zuschläge können, wenn das Kundenunternehmen (Entleiher) gegenüber dem Zeitarbeitsunternehmen dies geltend macht, auf 90 % des Entgelts eines vergleichbaren Stammarbeitnehmers im betreffenden Unternehmen “gedeckelt” werden. Wird dies nicht geltend gemacht, verbleibt es bei der Staffelung des Branchenzuschlagtarifes.
Es sind aber auch Fälle denkbar, in denen die „Deckelung“ dazu führt, dass der Zeitarbeitnehmer gar keinen Branchenzuschlag erhält. Dies kann dann der Fall sein,
wenn die Entgelte im Kundenbetrieb (Entleiher) die tariflichen Stundenentgelte der
Zeitarbeit nur geringfügig überschreiten.
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Unter die Lohnuntergrenze der Zeitarbeit, derzeit 8,19 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten (einschließlich Berlin) können die Entgeltansprüche für Zeitarbeitnehmer aber nicht fallen, selbst wenn im Kundenbetrieb (Entleiher) für eine vergleichbare Tätigkeit geringere Stundenentgelte gezahlt werden sollten.
Quelle: BAP

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Branchenzuschlagstarifvertrag für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie (TV BZ PPK)

Die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) hat einen Branchenzuschlagstarifvertrag mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für die  Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie (TV BZ PPK) abgeschlossen. Geltungsbereich: Betriebe der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie, auch soweit anstelle von oder in Verbindung mit Papier und Pappe andere Werk- oder Kunststoffe verwendet werden, wenn sie dem in § 1 Nr. 2 Satz 1 TV BZ PPK aufgeführten Katalog angehören (Handwerksbetriebe sind vom TV BZ PPK nicht erfasst).

Dieser tritt am 01.05.2013 in Kraft und ist mit einer drei-monatigen Frist erstmals zum 31. Dezember 2017 kündbar.

Damit werden die Löhne von Zeitarbeitnehmern aus dieser Branche schrittweise mit den Entgelten der Mitarbeiter der Stammbelegschaft angeglichen.

Der TV BZ PPK  weist, in Hinblick auf andere Branchenzuschlagstarife, zwei Besonderheiten auf. Zum einen setzt die erste Zuschlagsstufe bereits nach vier Wochen ein und zum anderen gilt eine in der Höhe gesonderte Zuschlagsregelung für die Tapetenindustrie.

Nach dem TV BZ PPK sind die ersten vier Wochen der Überlassung zuschlagsfrei.

Danach beträgt der Branchenzuschlag nach der Einsatzdauer wie folgt:

– nach der vierten vollendeten (Einsatz-) Woche 4%,
– nach dem dritten vollendeten (Einsatz-) Monat 8%,
– nach dem fünften vollendeten (Einsatz-) Monat 12%,
– nach dem siebten vollendeten (Einsatz-) Monat 16% und
– nach dem neunten vollendeten (Einsatz-) Monat 20%

des Stundentabellenentgelts des Entgelttarifvertrages.

abweichend davon für die Lohnempfänger in der Tapetenindustrie:

– nach der vierten vollendeten (Einsatz-) Woche 7%,
– nach dem dritten vollendeten (Einsatz-) Monat 11%,
– nach dem fünften vollendeten (Einsatz-) Monat 15%,
– nach dem siebten vollendeten (Einsatz-) Monat 19% und
– nach dem neunten vollendeten (Einsatz-) Monat 23%

des Stundentabellenentgelts des Entgelttarifvertrages.

Weitere Tarifvertragsvereinbarungen:

Die Zuschläge können, wenn das Unternehmen aus der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie Industrie dies gegenüber dem Zeitarbeitsunternehmen geltend macht, auf 90 % des Entgelts eines vergleichbaren Stammarbeitnehmers im Unternehmen “gedeckelt” werden. Wird sie nicht geltend gemacht, verbleibt es bei der Staffelung des Branchenzuschlagtarifes. Wird sie geltend gemacht, dann trifft den Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industriebetrieb der Nachweis des zutreffenden Vergleichsentgelts..

Arbeitnehmerüberlassung ist erlaubnispflichtig

Arbeitnehmerüberlassung ist grundsätzlich erlaubnispflichtig ist.

Verleiher im Sinne des AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) in der Fassung ab 01.12.2011 ist derjenige Arbeitgeber, der Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer) einem Dritten im Rahmen seiner wirtschaftlichen Tätigkeit zur Arbeitsleistung überlässt, unabhängig davon, ob er Erwerbszwecke verfolgt oder nicht. Die Arbeitnehmerüberlassung im Rahmen der wirtschaftlichen Tätigkeit ist ab 01.12.2011 grundsätzlich erlaubnispflichtig. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit:)

Zuständig für die Erteilung einer Erlaubnis ist die Bundesagentur für Arbeit. Diese hat das Erlaubnisverfahren neu geregelt: Zuständig für die Bearbeitung von Anträgen auf Erteilung einer Erlaubnis nach dem AÜG und allen weiteren Fragen im Zusammenhang mit dem Erlaubnisverfahren sind die Agenturen für Arbeit Düsseldorf, Kiel und Nürnberg.

Weitere  Informationen zur Erlaubnispflicht und zum Erlaubnisverfahren finden Sie auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit.

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