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Branchenzuschlagstarifvertrag für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie (TV BZ PPK)

Die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) hat einen Branchenzuschlagstarifvertrag mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für die  Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie (TV BZ PPK) abgeschlossen. Geltungsbereich: Betriebe der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie, auch soweit anstelle von oder in Verbindung mit Papier und Pappe andere Werk- oder Kunststoffe verwendet werden, wenn sie dem in § 1 Nr. 2 Satz 1 TV BZ PPK aufgeführten Katalog angehören (Handwerksbetriebe sind vom TV BZ PPK nicht erfasst).

Dieser tritt am 01.05.2013 in Kraft und ist mit einer drei-monatigen Frist erstmals zum 31. Dezember 2017 kündbar.

Damit werden die Löhne von Zeitarbeitnehmern aus dieser Branche schrittweise mit den Entgelten der Mitarbeiter der Stammbelegschaft angeglichen.

Der TV BZ PPK  weist, in Hinblick auf andere Branchenzuschlagstarife, zwei Besonderheiten auf. Zum einen setzt die erste Zuschlagsstufe bereits nach vier Wochen ein und zum anderen gilt eine in der Höhe gesonderte Zuschlagsregelung für die Tapetenindustrie.

Nach dem TV BZ PPK sind die ersten vier Wochen der Überlassung zuschlagsfrei.

Danach beträgt der Branchenzuschlag nach der Einsatzdauer wie folgt:

– nach der vierten vollendeten (Einsatz-) Woche 4%,
– nach dem dritten vollendeten (Einsatz-) Monat 8%,
– nach dem fünften vollendeten (Einsatz-) Monat 12%,
– nach dem siebten vollendeten (Einsatz-) Monat 16% und
– nach dem neunten vollendeten (Einsatz-) Monat 20%

des Stundentabellenentgelts des Entgelttarifvertrages.

abweichend davon für die Lohnempfänger in der Tapetenindustrie:

– nach der vierten vollendeten (Einsatz-) Woche 7%,
– nach dem dritten vollendeten (Einsatz-) Monat 11%,
– nach dem fünften vollendeten (Einsatz-) Monat 15%,
– nach dem siebten vollendeten (Einsatz-) Monat 19% und
– nach dem neunten vollendeten (Einsatz-) Monat 23%

des Stundentabellenentgelts des Entgelttarifvertrages.

Weitere Tarifvertragsvereinbarungen:

Die Zuschläge können, wenn das Unternehmen aus der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie Industrie dies gegenüber dem Zeitarbeitsunternehmen geltend macht, auf 90 % des Entgelts eines vergleichbaren Stammarbeitnehmers im Unternehmen “gedeckelt” werden. Wird sie nicht geltend gemacht, verbleibt es bei der Staffelung des Branchenzuschlagtarifes. Wird sie geltend gemacht, dann trifft den Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industriebetrieb der Nachweis des zutreffenden Vergleichsentgelts..

Existenzgündung in der Zeitarbeit

Der Schritt, sich mit einem eigenen Unternehmen in der Zeitarbeit selbstständig zu machen ist, insbesondere für Quereinsteiger, nicht einfach und erfordert die Beachtung vieler gesetzlicher Vorgaben als auch Freude am Umgang mit Menschen und am Vertrieb (Akquise).

In diesem Bereich bietet sich insbesondere Franchise an, da hier ein bestehendes und funktionierendes Konzept übernommen werden kann. Dies erleichtert den Einstieg enorm. Ein empfehlenswertes Unternehmen, das Franchising und Beratung in der Zeitarbeit anbietet ist Aumann-Franchise..

VBG – zuständige Berufsgenossenschaft in der Zeitarbeit

Die für Zeitarbeitsunternehmen zuständige Berufsgenossenschaft ist die VBG (Verwaltungs Berufsgenossenschaft) DieVBG ist eine der großen Berufsgenossenschaften in Deutschland. Als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung bietet sie über einer Millionen Mitgliedsunternehmen aus über 100 Branchen, darunter die Zeitarbeitsbaranche,  mit über neun Millionen versicherten Arbeitnehmern Sicherheit.

Die VBG hat ihren Hauptsitz in Hamburg. In elf Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet betreut sie Unternehmer und Versicherte vor Ort.

Weiter Informationen zur VBG finden Sie auf den Seiten http://www.vbg.de.